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Freitag, 8. Juli 2011

Neue Mobilitätsmappe «Mobil in Zürich» für Seebach und Neu-Oerlikon

Ab heute finden die Seebacherinnen und Neu-Oerliker die neue Mappe «Mobil in Zürich» mit spezifischen Mobilitätsinformationen in ihren Briefkästen. Der Radrennfahrer Franco Marvulli gibt in der Mappe wie auch an der öffentlichen Führung übermorgen Freitag seine Lieblingsvelorouten preis. Wer lieber durch Seebach spaziert, findet einen neuen «Züri z'Fuess»-Plan in der Mappe. Weitere Informationen zur nachhaltigen Mobilität runden das Angebot von «Mobil in Zürich» in Seebach und Neu-Oerlikon ab.
Das Tiefbauamt der Stadt Zürich organisiert heute Freitag, 8. Juli, um 18.00 Uhr einen geführten Spaziergang mit den Autorinnen des «Züri z’Fuess»-Plans und eine Velotour mit Franco Marvulli durch Seebach. Ausgangspunkt für die Velotour sowie für den Spaziergang ist der Seebacherplatz. Eine Anmeldung ist nicht nötig

Mehr Infos finden Sie auf der Homepage von Mobil in Zürich und bei züri-nord.info, das uns auf dieses Angebot aufmerksam gemacht hat.

Montag, 27. Juni 2011

Der Report 'Soziokultur 2010'

Der Report bieten einen kurzen und informativen Überblick über die Entwicklungen und Leistungen in der Soziokultur des vergangenen Jahres

Wir, die Zürcher Gemeinschaftszentren, erbringen einen grossen Teil der Soziokultur in der Stadt Zürich - womit zwar nicht erklärt ist, was 'Soziokultur' heisst, aber so wird doch für alle, welche die Gemeinschaftszentren, die GZ, kennen, klar, was damit gemeint sein könnte...

Und gerne zitieren wir aus dem Report auch gleich eine Passage über uns:
" Grosse Institutionen wie die Gemeinschaftszentren (GZ) stellen sich mit ihrem Angebot laufend auf neue Entwicklungen in den Quartieren ein. Solche Veränderungen erfolgen oft langsam. In den letzten Jahren sind als Beispiele für solche Veränderungen zu nennen:
  • Zunehmend wird in der Kinder- und Jugendarbeit zum Thema, dass es eine Angebotslücke für Kinder ab der Mittelstufe gibt. Dank der breiten Ausrichtung können die GZ dieser Zielgruppe einen nahtlosen Übergang in ihren Angeboten bieten. Schülertreffs, die ursprünglich für Oberstufenschüler geplant waren, richten sich zunehmend auf Mittelstufenschüler aus. Kreative Werkangebote werden intensiv von Mittelstufenschülern genutzt.
  • Als «Renner» haben sich die in den letzten Jahren in manchen GZ entwickelten Innenspielräume erwiesen. Grössere Räume werden mit minimaler Betreuung und einem Angebot an Spielmaterial zur Verfügung gestellt. 
  • Die Besucherzahlen von Kursen und Gruppen für Eltern mit Kindern hingegen stagnieren – dies, weil wenig Verbindlichkeit gewünscht wird und weil bei immer mehr Elternpaaren Vater und Mutter berufstätig sind.
Und was alles noch?
Besuchen Sie uns! Dann können Sie aus dem Vollen schöpfen!

Dienstag, 12. April 2011

Wer kennt die „Baumgeschichten“?

Schon 2007 haben Bewohnerinnen aus dem Quartier Neu-Oerlikon ein Buch mit Baumgeschichten herausgegeben. 2011 soll ein neuer Band mit einem zusätzlichen Infoteil über die Bäume im Oerlikerpark entstehen.
Alle Erwachsenen und Kinder sind eingeladen, uns ihre Geschichte(n) einzusenden. Oerlikerpark-Baumgeschichten sind speziell willkommen, aber nicht Bedingung.
Schicken Sie uns Ihre Baumgeschichten bis 15. Mai, damit  dieser Band zustande kommen kann. Die Idee ist, das neue Baumgeschichten -Buch am Oerlikerpark-Sommerfest 2011 zu präsentieren.
Wir freuen uns auf grosse Beteiligung!

Geschichten bitte an
J. Collard / Ref. Kirchgemeinde Oerlikon / Baumackerstrasse 19 / 8050 Zürich
Weitere Auskünfte Jacqueline Collard, 044 312 24 97 oder jacqueline.collard@zh.ref.ch

Einsendeschluss ist der 15. Mai 2011

Sonntag, 3. April 2011

Tag der offenen Türe in der Arabischschule „Dar al Farah“

Letztes Wochenende hat die in Oerlikon domizilierte Schule „Dar al Farah“ zum Tag der offenen Türe geladen und uns einen spannenden und interessanten Einblick in den Unterricht ermöglicht - und uns anschliessend mit einem 'kleinen' Apéro mit echten Delikatessen aus dem Nahen Osten und dem Maghreb verwöhnt. 
Die anerkannte HSK-Schule unterrichtet über 120 Kinder der Unter- und Mittelstufe in 7 Klassen. Wir fanden von Zimmer zu Zimmer hoch motivierte Lehrerinnen und eine fröhlich aufmerksame Kinderschar vor. Geschrieben wird von rechts nach links und verstanden haben wir nichts. So galt denn unsere Aufmerksamkeit den Stimmen und der Stimmung - und die war ganz einfach gut. 
Die Schule setzt modernen Lehrmittel aus Frankreich oder Marokko ein, die Unterrichtsmethoden der Lehrerinnen sind sichtbar auf dem aktuellen Stand. Die Herkunftsländer der Kinder? Mehrheitlich Syrien, Libanon, Palästina, Algerien und Marokko - und darum ist die Unterrichtssprache Hocharabisch. Der Unterricht -immer am Samstag- findet in den Räumen der HFH statt, aber die „Dar al Farah“ wächst und sucht dringend nach neuem Raum.

Das TEZET führt zusammen mit der Schule "Dar al Farah" das Integrationsprojekt KaffeTasse durch: Während die Kinder am Samstag in der Arabischschule in Sprache und Heimatkunde unterrichtet werden, treffen sich die Mütter einmal pro Monat, um Inputs von Fachperson zu verschiedenen Themen zu erhalten. Da geht es um das Schulsystem, Erziehungsfragen, Gesundheit, die kulturelle Vielfalt und das politische System der Schweiz und weitere, für die Integration wichtige Aspekte des Lebens in der Schweiz. Nach der Fragerunde tauschen sich die Frauen untereinander über die Themen aus, viel Zeit für Fragen steht zur Verfügung.

Uebrigens: die Schule bietet nicht nur Kindern was - Erwachsene, die Hocharabisch lernen wollen, sind dort an der richtigen Adresse!

Samstag, 25. Dezember 2010

Wir wünschen Ihnen viel Glück!

aber...wir wünschen ihnen nicht nur viel glück (für die festtage, für's neue jahr, für was immer sie es brauchen können), nein, wir vom TEZET tun auch etwas für ihr glück!
aber hören sie selber...
bruno s. frey, professor für volkswirtschatslehre an der uni zürich, schreibt in der nzz vom 22.12.10 zum thema glück. er führt studien und metastudien auf, zitiert ökonominnen und sozialpsychologen, führt beispiele über klostereintritte an, über wirbelstürme, suizide und andere glückshemmende ereignisse, und stellt, auf den punkt gebracht, fest: wer glücklich ist, lebt länger und besser. jetzt -endlich!- wissenschaftlich bewiesen. hieb- und stichfest. und wer es ausführlicher und genau wissen will, liest sein buch. erfreulich.
und so weit so gut. nur...möchten wir wissen: welche faktoren sind dem glück denn förderlich?
frey äussert sich auch dazu. etwas weniger ausführlich zwar. aber lassen wir ihn in einem kurzen abschnitt selber zu wort kommen: "Das Glück der Menschen wird durch günstige wirtschaftliche und politische Bedingungen gesteigert. Aber vor allem ein reges soziales Leben, also befriedigende Freundschaften und verwandtschaftliche Beziehungen, steigert das Glück."
eben! und da, sagen wir, tun wir ja gerade das richtige: wir fördern -zitat- ein "reges soziales Leben". hier im TEZET. seit 10 jahren. und stadtweit zusammen mit den anderen 16 gemeinschaftszentren jahr für jahr. das ist nicht nur unsere mission, das ist täglich gemeinsam geschaffene realität.
also: besuchen sie 2011 uns oder eines der anderen GZ, nehmen sie teil am regen sozialen leben, das sich in unseren häusern und im quartier abspielt. werden sie glücklich(er), geniessen sie ein gutes und langes leben. das wünschen wir ihnen! und weil es nicht allein geht, auch ihren nachbarInnen und freundInnen. und auch uns!

Dienstag, 2. November 2010

Summerfäscht 2011 - 3. Workshop


Donnerstag, 11. November, 19 Uhr
In den ersten Workshops wurden Ideen und Gedanken für ein Oerliker Fest entwickelt. Das Motto “EinBlick“ soll als roter Faden durch das Fest führen.
Neben Festfreude und Unterhaltung will der Anlass auch eine Plattform für KünstlerInnen bieten.
Für die Weiterentwicklung der Ideen braucht es die Mitarbeit vieler Oerliker Vereine und weiterer Interessierter am 3. Workshop.
Der Workshop findet im TEZET statt.
Nähere Infos: Philipp Käser, 078 771 38 35,  kaeser@gubbe.ch

Dienstag, 7. September 2010

ABB gibt grünes Licht zum Erhalt des MFO-Gebäudes in Zürich

nachtrag: Der Stadtrat hat erfreulich schnell gehandelt und bemüht sich offensichtlich, die Verschiebung des Gebäudes zu ermöglichen.


auch wir freuen uns! ein fragment der alten oerlikoner industriegeschichte kann stehen bleiben: die ABB hat der verschiebung zugestimmt.
zuletzt hatte sich der verein abbruch nein für den erhalt des gebäudes stark gemacht - entgegen der allgemeinen hoffnungslosigkeit, die sich angesichts verhärteter fronten zwischen ABB, SBB und weiteren playern verbreitet hatte.
viel bleibt damit allerdings nicht übrig von der einstigen weitläufigen industrieüberbaung des quartierteils. und man mag sich die frage stellen, ob der restbau nicht eher ballenbergtauglich denn als erinnerung an frühere grösse vor ort wäre.

Freitag, 9. Juli 2010

Summerfäscht 2011 sucht Mitglieder für das Organisationskomitee

Für 2011 ist ein grosses summerfäscht in Oerlikon geplant. Damit diese Idee nicht nur eine Vision bleibt sondern zur Realität werden kann, brauchen wir noch unbedingt Verstärkung für das OK-Team.

Wir suchen Leute, die:
  • interessiert am Quartier- und Kulturleben in Oerlikon sind 
  • Zeit und Lust haben, sich für 1 Jahr für eine freiwilligen Arbeit zu engagieren
  • strategische wir inhaltliche Verantwortung übernehmen wollen
  • neuen Ideen zur Umsetzung verhelfen wollen
Wir bieten:
  • Kreative und spannende Arbeit
  • Einstieg und Vernetzung ins Quartier
  • Erfahrungswerte solcher Anlässe
Interessierte melden sich bis am 15.8. 2010 bei Philipp Käser, 078 771 38 35, kaeser@gubbe.ch

Eine Kooperation von TEZET Oerlikon, Quartierverein Oerlikon und Werkstadt Oerlikon 

Dienstag, 8. Juni 2010

WerkStadt Oerlikon - Einladung zur Startveranstaltung

Am Dienstag, 15. Juni 2010 um 18.30 findet im Swissôtel Oerlikon die Startveranstaltung "WerkStadt Oerlikon" statt.

Die Einladung sehen Sie, wenn sie auf das Icon links clicken, weitere Information finden Sie unter:http://oerlikon.ch/

Mittwoch, 19. Mai 2010

NZZ: Das überholte Image der Retortenstadt

gemeint ist 'neu-oerlikon': "In Neu-Oerlikon ist ein Neubauviertel entstanden, das Zürich bereichert"...irene troxler präsentiert in ihrem ganzseitigen artikel  in der NZZ vom 19.5.10 einen kurzen abriss der geschichte: von 1988 und ursula koch bis heute und dem drohenden abriss des gleis9.

interessant&lesenswert!

Freitag, 30. April 2010

Seefeld am Marktplatz?

reicht das seefeld nun schon bis zum bahnhof oerlikon? schwappt die seefeldisierung über den milchbuck?
beginnen wir mit einem zitat. ein zitat aus der NZZ vom 30. april 2010, eine aussage, die von einem stammt, der ganz aktuell an oerlikon mit baut: "Das etwas billige Multikulti-Image des Quartiers werde in ein paar Jahren Vergangenheit sein, ist der Bauunternehmer, der in der Nachbarschaft weitere Liegenschaften besitzt, überzeugt." die aussage stammt von hans nef, der im oerliker dreieck am marktplatz baut.

nicht mehr billig - aber weiterhin multikulti
dazu, dass 'billig' aus dem quartier verschwinden wird, dazu trägt herr nef mit seinem bauprojekt nicht unwesentlich bei. wer zB im localisator eine günstige wohnungsmiete als kriterium setzte, fand sich bisher in oerlikon noch im durchschnitt. noch. denn die neu- und umgebauten wohnungen im dreieck werden "...nicht günstig", schreibt die NZZ. Und weiter: "In den Neubauten seien tendenziell kleinere Wohnungen vorgesehen, in den Jugendstilbauten aber auch prachtvolle 5-Zimmer-Wohnungen. Genaue Angaben zu den Mieten macht Nef noch nicht. Sie dürften etwa 10 Prozent höher liegen als in Oerlikon üblich."

Bild unten: Visualisierung eines dem Marktplatz zugewandten Neubaus (Bild und Grafik oben aus der NZZ)

die umgebungsanalyse im gis-browser gibt aufschluss über stand und perspektive für das gebiet. 30% der bausubstanz stammt aus der zeit vor 1920, weiter 40% wurden zwischen 1920 und 1945 gebaut. da werden bald noch einige alte häuserzeilen neubauten platz machen - oder ausgehölt und mit 'prachtvollen 5-zimmer-wohnungen' neu befüllt. und dann preislich auch höher liegen. nicht nur als bisher, sondern eben: höher als quartierüblich.
es wohnen in diesem gebiet überdurchschnittlich viele ausländerInnen: 2008 waren es 37.2%, mehrheitlich erwachsene zwischen 20 und 45 jahren (55% und damit im gesamtstädtischen vergleich auch überdurchschnittlich viele). daran dürfte sich wohl nur etwas ändern: die zusammensetzung des ausländischen anteils: bisher wohnten in dieser gegend ein überdurchschnittlicher anteil arbeiterInnen und angestellte und ein unterdurchschnittlicher anteil kader und selbständiger (quelle: strukturatlas). dieses verhältnis wird sich wohl ins gegenteil kehren.

seefeldisierung? also doch?
seefeldisierung? dieser begriff wird in zürich praktisch synonym mit gentrifizierung verwendet und beschreibt einen sozialen umstrukturierungsprozess eines quartiers. neue, einkommensstärkere schichten werden angezogen -durch ein entsprechendes wohnungsangebot und durch politisch gewünschte aufwertungen des wohnumfeldes. die NZZ erwähnt im oben zitierten artikel dazu "Zur Aufwertung Oerlikons dürften wohl auch die geplanten Investitionen der Stadt beitragen. Sie wird eine neue, grosszügige Verbindung nach Neu-Oerlikon erstellen und für eine bessere Anbindung des Leutschenbachquartiers sorgen."
folge dieses prozesses: eine verdrängung der bisherigen, einkommensschwächeren bevölkerung.
'ja' würde also die antwort auf die eingangs gestellten fragen lauten. ja, wenn mit 'seefeldisierung' gentrifizierung gemeint ist. aber nicht nur bauvorhaben wie das von hans nef tragen zu dieser entwicklung bei: die NZZ macht ganz richtig den treiber ennet den geleisen aus: "Ein Hauch von Neu-Oerlikon am Marktplatz".

uns als quartierzentrum betrifft diese entwicklung insofern, als sie in unserem direkten einzugsgebiet stattfindet, die nachfrage nach leistungen verändert und wir unser angebot überdenken müssen. als quartierzentrum arbeiten wir aber auch im bereich gemeinwesenentwicklung und die versucht, in zusammenarbeit mit möglichst vielen betroffenen die lebensqualität vor ort zu steigern, das gemeinwesen beeinträchtigende probleme konstruktiv und lösungsorientiert aufzugreifen und basisdemokratische willensbildungsprozesse zu ermöglichen. in diesem sinne werden wir mit einem wachen blick auf die entwicklung oerlikons diese prozesse begleiten und uns gegebenenfalls einmischen.

mehr zum thema: "Die Stadtmaschine", 2003 im Magazin # "Ist Zürich auf dem richtigen Weg?" 2008 bei sotomo # "The Consequences of Gentrification and Marginalisation on Political Behaviour" 2002 bei sotomo